Aktiv gemanagte Fonds

Vor kurzem habe ich die Form des ETF hier vorgestellt

Heute möchte ich das Pendant dazu vorstellen, den aktiv gemanagten Fonds. Bei diesem wird der Fonds, im Gegensatz zum ETF, von Managern geführt, die die einzelnen Werte im Fonds austauschen und variieren. Dafür verlangen die Manager natürlich diverse Gebühren und Provisionen, die bei einem ETF wegfallen. Das bedeutet wiederum, dass der aktiv gemanagte Fonds diese, recht deutlichen, Mehrkosten alleine durch die Performance wieder erwirtschaften muss. Dem ein oder anderen Manger mag das auch gelingen, der großen Masse allerdings nicht.

Deshalb hat sich die Anlagemöglichkeit des aktiv gemanagten Fonds für viele schnell erledigt, sobald man sich die damit verbundenen Kosten anschaut. Denn Mehrkosten fressen Rendite!

In spezialisierten Nischen kann der Vorteil beim aktiv gemanagten Fonds liegen, da zum einen das Fachwissen der Manager zum Tragen kommen kann und zum anderen sich die Manager kurzfristig auf aktuelle News einstellen und dementsprechend reagieren können.

Prinzipiell sollte man sich vor der Anlage in eine der beiden Varianten überlegen ob man dem Manger XY soweit vertraut, dass er es schafft den ETF bei der Wertsteigerung zu schlagen und auch die Mehrkosten wieder erwirtschaftet und nicht nur durch die Gebühren in die eigene Tasche verdient. Ein kleinen Anhaltspunkt bekommt man, wenn man sich die Vergangenheit des jeweiligen Fonds anschaut und vielleicht auch mal einen ETF daneben legt. Man sollte sich auch die Zusammensetzung der einzelnen Werte in diesem Fonds genauer anschauen.

Genauso gilt wie bei allen Anlagemöglichkeiten, was will ich mit meiner Anlage erreichen? Dient sie dem Vermögensaufbau? Der Altersvorsorge? Oder dient sie als Spekulation auf eine bestimmte Branche, von der man glaubt sie wird durch die Decke gehen?

 

 

Advertisements

Shutdown der USA und die Auswirkungen

Der gestrige Shutdown der USA und die damit verbundene Unsicherheit an den Märkten wird sich natürlich morgen bei Handelseröffnung an den Börsen abzeichnen. Ich denke, dass der ein oder andere Anleger sich aus dem Dow Jones zurückziehen wird und sich einen neuen und „relativ sicheren Hafen“ suchen wird; wenn auch nur vorübergehend. Da passt es ja ganz gut, dass die SPD heute grünes Licht für die Koalitionsverhandlungen gegeben hat. Meiner bescheidenen Meinung nach werden sich diese beiden Umstände morgen unter anderem sehr positiv auf den DAX auswirken. Bei anhaltendem Shutdown wird sich dieser Trend natürlich noch verstärken.

Ich bin gespannt was der morgige Handelstag mit sich bringen wird.

ETF? Was ist denn das schon wieder???

Durch das Lesen diverser Bücher und Seiten im Internet stößt man immer wieder auf Begriffe, die einem erstmal gar nichts sagen und kompliziert klingen.

An der Börse und allem was dazugehört ist das sehr ausgeprägt, manch einer würde da vielleicht auch eine gewisse Absicht unterstellen, um es Otto Normalverbrauchern etwas zu erschweren sich in die Thematik einzufinden.

Einer dieser Begriffe über den ich in letzter Zeit immer wieder gestolpert bin, ist der sogenannte „ETF“. Wie so vieles in der Finanzwelt ist das natürlich auch wieder eine Abkürzung und steht für „exchange-traded fund“. Doch was genau verbirgt sich dahinter?

Anstatt direkt in Aktien zu investieren, was unter Umständen, viel Zeit in Anspruch nehmen kann, hat man auch die Möglichkeit in sogenannte börsennotierte Indexfonds (ETF) zu investieren. Diese bilden einen der gewünschten Indizes, z.B. den MSCI World, ab.

Doch warum sollte ich in einen Fonds anstatt in die Aktie selbst investieren? Während eine Aktie sehr anfällig sein kann, die Firma hat sich zum Beispiel verschätzt oder Aufträge brechen weg (siehe Dialog Semiconductor und die Gerüchte um Apple als Kunden), gibt ein Fonds eine gewisse Sicherheit, da er je nach Art die dem Index zugrunde liegenden Aktien in ein Depot legt und so die Schwankungen ausgeglichen werden können. Warum je nach Art? Ganz einfach: Es gibt die sogenannten „voll replizierenden ETFs“, die tatsächlich Aktien kaufen und dann gibt es die „Swap-basierten ETFs“, bei denen die Banken untereinander Wetten über den zukünftigen Verlauf des Index abschließen, ohne jemals tatsächlich Aktien zu erwerben.

Natürlich bietet auch ein ETF keinen Schutz gegen das Abrauschen eines Index. Sollte so ein Index 20-50% fallen, fällt der ETF gleich mit ihm.

Ein Beispiel für einen ETF

An diesem Beispiel sieht man anhand der Länderzusammensetzung, dass er zu über 59% aus Firmenanteilen US-amerikanischer Unternehmen besteht. Steht der US-Wirtschaft jetzt ein goldenes Jahr bevor ist das natürlich klasse für alle Investierten. Fällt die US-Wirtschaft allerdings in eine Rezession, werden die restlichen Länder das mit Sicherheit nicht ausgleichen können. Es gibt noch viele weitere ETF die alle möglichen Indizes abbilden, hier sind der Phantasie wirklich keine Grenzen gesetzt. Man sollte jedoch beachten, je exotischer der ETF, desto höher auch die TER (Total Expense Ratio). In der TER sind alle anfallenden Kosten zusammengefasst. Bei „normalen“ Indizes liegt die TER irgendwo zwischen 0,1-1%. Hier lohnt es sich die ETF zu vergleichen! Zu beachten ist auch, ob es einen Ausgabeaufschlag gibt oder nicht. Dieser ist unbedingt zu vermeiden, da er die Rendite senkt.

Diese Gebührenübersicht dieses ETF zeigt das recht deutlich

Zu erwähnen wäre auch noch die Art der Ausschüttung des ETF, ob thesaurierend oder ausschüttend. Thesaurierend bedeutet, dass das erwirtschaftete Geld direkt wieder angelegt wird und bei ausschüttenden ETF wird der Ertrag zu einem bestimmten Zeitpunkt ausgeschüttet, das kann einmal im Jahr, aber auch monats- oder quartalsweise geschehen. Hier liegt es an jedem Anleger selbst, ob er den Gewinn lieber ausgezahlt haben oder lieber langfristig in dem ETF investiert sein möchte.

Generell sind ETF auch eine Überlegung wert, wenn der Arbeitgeber vermögenswirksame Leistung (VL) unterstützt. Ich finde sie eine gute Möglichkeit die persönliche Altersvorsorge zu komplettieren.

 

Warum ein Musterdepot bei Aktien sehr sinnvoll ist

Gerade am Anfang seiner „Brokerkarriere“ will man sofort richtig durchstarten und direkt Aktien kaufen. So erging es mir zumindest. Es juckt einem in den Fingern, da man unbedingt seine erste Aktie ordern möchte.

Doch welche Aktie kauft man denn am besten? Zum Glück gibt es ein paar gute Seiten im Internet wie Der Aktionär die täglich viele Empfehlungen zu Aktien abgeben. Was uns aber direkt zum nächsten Problem führt. Welchem Autor folge ich denn mit seiner Empfehlung? Liegt er damit denn überhaupt richtig? Das wird man nie sicher sagen können, daher habe ich mir erstmal ein Musterdepot angelegt.

Das geht innerhalb einer Minute und man kann dort bis zu zehn Watchlist anlegen, was perfekt ist, da ich so für jeden Autor und seine unterschiedlichen Empfehlungen eine Watchlist anlegen konnte.  So kann ich direkt sehen, wie häufig jeder im Allgemeinen und über einen längeren Zeitraum richtig liegt und kann das Wissen in zukünftige Kaufentscheidungen miteinbeziehen.

Die Häufigkeit der „Treffer“ sollte nicht alleine ausschlaggebend für eine Kaufentscheidung sein. Man sollte immer so viele Informationen wie möglich sammeln bevor man sich für den Kauf entscheidet.

Genauso gut kann man mit dem Musterdepot auch seine eigenen Ideen einmal vorab „testen“. Gerade am Anfang sehr zu empfehlen, da man selbst noch recht wenig über das ganze Geschehen an der Börse weiß und so nicht eventuell direkt einen Haufen Geld in den Sand setzt.

Get your ass up! Oder das Geheimnis der Selbstmotivation

Jeder kennt ihn, den inneren Schweinehunde der einen davon abhält seinen Traum zu verwirklichen!

Doch was genau hält einen da ab? Was ist dieser besagte Schweinehund wirklich?

Steht er vielleicht nur als Synonym für Ausreden die einem das Gehirn vorgaukelt?

Mel Robbins führt diese Ausreden auf den natürlichen Selbstschutz des Gehirns zurück.

Sie zeigt eindrucksvoll, dass Aufgeben keine Option ist und wieso es sich lohnt die Anziehungskraft der Couch, auch liebevoll als „Schwarzes Loch“ bezeichnet, zu überwinden.

Ich persönlich finde es immer hilfreich mir ein langfristiges Ziel zu setzen und mehrere kleine Ziele, die auf dem Weg dahin liegen. So läuft man nicht Gefahr das Licht am Ende des Tunnels nicht mehr zu sehen und hat gleichzeitig noch ein positives Gefühl auf dem Weg zum nächsten Etappenziel.

Falls die Motivation doch mal am Tiefpunkt sein sollte, hab ich hier noch ein absolut geiles Motivationsvideo für euch. Danach kann man einfach nicht mehr unmotiviert sein. Also macht euch auf und rennt, geht oder kriecht los um eure Ziele zu erreichen.

Der erste Monat ist rum!

Jetzt ist der Blog schon einen ganzen Monat alt. Wie die Zeit vergeht…

Leider hänge ich mit dem schreiben neuer Artikel zur Zeit etwas hinterher, da ich in meinem Beruf gerade eine spannende Phase erreicht habe, in der ich nicht viel Zeit zum Schreiben finde.

Nach meinem ersten Fazit , eine Woche nach Start des Blogs, standen neue Plattformen wie mein Profil auf Pinterest oder mein Twitter Account noch in den Kinderschuhen und ich musste erstmal einiges zu beiden Plattformen lernen. Zumindest die Betrachterzahlen haben sich schon mal geändert und ich verstehe die Grundzüge beider Dienste und sie generieren die ersten Klicks auf den Blog. Ein Schnitt von sechs Besuchern auf dem Blog pro Tag ist ein schönes Ergebnis für den ersten Monat über das ich mich riesig freue.

Jetzt gilt es die ganze Entwicklung zu verfolgen, auszuwerten und mich in beiden Diensten zu verbessern. So langsam erkenne ich wie beide Plattformen funktionieren und versuche aus den recht hohen Betrachterzahlen noch mehr Klicks auf meinen Blog zu gewinnen.

Pinterest

Die beiden Grafiken zeigen recht gut das Potenzial das hinter Pinterest steckt und wie wenig ich es bisher ausschöpfe. Das zu ändern ist die Hauptaufgabe der nächsten Zeit und somit neue Leser für meinen Bog zu gewinnen. Dazu werde ich unter anderem verschiedene Bilder ausprobieren um zu sehen was mehr anklang findet.

klicks

Auf Twitter sieht es ähnlich aus. Auch hier liegt die Interaktionsrate der einzelnen Tweets zwischen 0,0-1%. Das dürfte auch noch deutlich ausbaufähig sein.

Twitter

Auch wenn ich das Potenzial beider Plattformen noch nicht ausschöpfe, denke ich trotzdem, dass beide Dienste ein absolutes Muss sind um User für meinen Blog zu begeistern. Facebook und Reddit nutze ich zwar auch, aber um die breite Masse anzusprechen führt einfach kein Weg an Pinterest und Twitter vorbei.

Dividende als (Alters-)vorsorge

Wie in meinem ersten Beitrag zu Aktien schon erwähnt, gibt es mehrere Möglichkeiten mit Aktien Geld an der Börse zu verdienen.  Eine dieser Möglichkeiten ist die jährliche Dividende , die Aktiengesellschaften ausschütten.

Da man für sein Erspartes auf der Bank keine Zinsen mehr bekommt, suchen viele Leute nach Alternativen um ihr Geld anzulegen und nicht stetig von der Inflation „auffressen“ zu lassen. Meiner Meinung nach ist die jährliche Dividende mit das Beste, um bei relativ geringem Aufwand und überschaubarem Risiko, über die Jahre hohe und sichere Erträge zu generieren.

Ich habe hier mal eine kleine Übersicht aufgestellt, die einem den Unterschied zwischen Bank und Dividende veranschaulichen soll:

12000€

Bei der Tabelle habe ich mit 4% Dividende gerechnet, was ich als realistisches Mittelmaß erachte. Man kann auch risikofreudiger agieren, hier muss sich jeder selbst seine Strategie zurechtlegen. Die jährliche Einzahlung mit 12.000€ ist hoch angesetzt aber gibt schon mal eine gute Vorstellung von den Möglichkeiten. Die Steuern variieren je nachdem ob man kirchensteuerpflichtig ist und in welchem Bundesland man wohnt. Den genauen Wert kann jeder für sich schnell über Google herausfinden.

Doch wie funktioniert das Ganze? Und wie hole ich den höchsten Ertrag aus meinem Geld?

Ich habe mich hier allerdings nur mit deutschen/europäischen Aktien befasst. Da zum Beispiel die Dividendenauszahlung in den USA quartalsweise erfolgt, während dies in Europa nur an einem Tag stattfindet.

Um Anspruch auf eine Dividende zu bekommen benötigt man eine Aktie des jeweiligen Unternehmens am Tag der Hauptversammlung in seinem Depot. Da die Hauptversammlung in den ersten acht Monaten eines Geschäftsjahres stattfinden muss, sollte man zum Jahreswechsel einmal nachsehen, wann die Hauptversammlung des gewünschten Unternehmens stattfindet und sich das Datum markieren.

Doch welches Unternehmen wünscht man sich überhaupt?

Hilfe hierbei gibt diese Übersicht deutscher Unternehmen. Da sich die Dividendenrendite am aktuellen Aktienkurs berechnet sollte man allerdings nicht blind in das Unternehmen investieren, welches die Liste anführt und sich die Historie jedes infrage kommenden Unternehmens genau betrachten. Wichtige Indikatoren sind hier die Entwicklung des KGV (hier ist ein Wert zwischen 10-20 vernünftig), KBV und der Dividenden-Kalender, in Verbindung mit dem Chart der letzten Jahre. Man sollte aber nicht nur auf die Zahlen achten, sondern auch verstehen, was die Unternehmen herstellen und/oder verkaufen. Braucht man dieses Produkt in den nächsten Jahren noch? Oder kann es genauso schnell obsolet werden wie Nokia einst?

Da man mit dieser Strategie der (Alters-)vorsorge langfristig agieren will, sollte sich jeder auch die Frage stellen wie dieses Unternehmen für die nächsten Jahre aufgestellt ist und bei schlechtem Bauchgefühl vielleicht doch noch etwas weitersuchen. Über die Jahre hinweg sollte man sein Geld auch in verschiedene Branchen investieren um sich abzusichern und nicht Gefahr zu laufen alles auf eine Karte zu setzen.